Viel los im Stall

 

Da steht ein Kind vor der „Weihnachtskrippe“ und fragt seine Mutter: „Was ist denn das für ein Märchen?“ Die Frage ist durchaus vernünftig, haben wir doch auf unserem Weihnachtsmarkt einen Märchengang mit schönen Figuren. Außerdem besuchen die Schulen in dieser Zeit eine der zahlreichen Märchenaufführungen im Theater.

 

Was sagt die Mutter zum Kind. als sie vor der Krippe stehen? Nehmen wir an, sie nimmt sich die Zeit und möchte Ihrem Kind die Geschichte erklären; wo anfangen, wer ist wer auf dem Bild? Es ist viel los im Stall. Hier eine kleine Hilfe für alle, die Weihnachtwen in wenigen Sätzen erklären sollen.

 

Das ist kein Märchen, sondern die Erzählung über die Geburt eines Kindes vor 2000 Jahren. Sein Name war Jesus.Und so ist das Baby das Wichtigste in diesem Bild. Die Mutter heißt Maria und der Vater Josef. Es gab damals kein Krankenhaus, so musste die arme Frau ihr Kind in einem Stall zur Welt bringen – deshalb auch die Tiere.Vorne sieht man noch einen Hirten; der hatte draußen auf sdie Schafe aufgepasst. Da waren Engel gekommen, mitten in der Nacht, und es war ganz plötzlich hell. Sie hatten von dem Kind berichtet: „Euch ist heute der Heiland geboren!“Nun war der Hirte zum Stall gelaufen um nachzusehen, ob das auch wahr ist.

 

Falls das Kind bis jetzt durchgehalten hat, fragt es ungeduldig: „Und wer sind die drei Männer, die aussehen wie Könige?“ Jetzt könnte die Mutter erklären, dass es zwei Weihnachtsgeschichten gibt, dass der Evangelist Lucas von den Hirten berichtet und Matthäus von den drei Weisen aus dem Morgenland erzählt, die so wertvolle Geschenke dabei hatten, dass aus ihnen Könige geworden sind. Das würde aber das Kind überhaupt nicht interessieren. So reicht es zu sagen: Da kamen Menschen, die dem Kind etwas schenken wollten – Weihnachten ist doch das Fest der Geschenke. Schenken ist schön und macht Spaß. Gott, der Vater im Himmel, hat der Welt Jesus geschenkt. Der ist für uns da, er liebt uns Menschen.

 

Die „Krippe“ auf dem Weihnachtsmarkt ist keine Märchendarstellung. Wir tun unseren Kindern einen Gefallen, wenn wir ihnen etwas vom Glauben erzählen, dem Glauben der vielen Millionen Christen auf der Welt. Außerdem ist es für alle wichtig zu erinnern, warum wir in Deutschland Weihnachtsfeiertage haben.

Ein frohes Fest.

Andreas Weiß, KIRCHE auf dem WEG