Juri, Neil und der Mond

Vor über 50 Jahren geschah etwas absolut Neues: Ein
Mensch verließ die Erde. Juri Gagarin flog als erster
Mensch in den Weltraum, damit begann das Zeitalter der
Raumflüge. Neil Amstrong betrat schließlich den Mond
und heute scheint eine bemannte Marsmission nicht mehr
unmöglich zu sein. Die Erde ist uns zu klein geworden, wir
wollen neue Welten entdecken. Im Kino geht es längst mit
Lichtgeschwindigkeit durch das Weltall – warum sollte es
dem Menschen mit seinem Erfindergeist nicht gelingen,
den Himmel zu erkunden?

Gott vs. die Welt

Der kurze Ausflug Gagarins ins All entfachte damals eine
Diskussion über Gott und die Welt. Der Mensch ist in den
Himmel geflogen, aber Gott war nicht da – daraus schlossen
die einen: Damit ist bewiesen, dass es Gott überhaupt
nicht gibt. Das provozierte die Christen und sie hielten
dagegen: Wer Gott in der Weite des Weltalls sucht, wird
ihn nicht finden, denn er ist nahe bei seinen Menschen. Im
Glauben entdecke ich Gott in meinem Leben.
Eigentlich geht es um diese Frage: Ob Wissenschaftler mit
ihren Erkenntnissen und Möglichkeiten alle Geheimnisse
der Welt entschlüsseln können? Kann die Wissenschaft
eines Tages sagen: Jetzt wissen wir es endgültig, Gott gibt
es nicht? Oder ob die Christen recht behalten, die an Gott,
den Schöpfer Himmels und der Erden, und an Jesus Christus
glauben – und das seit 2000 Jahren?

Wer soll hier gewinnen?

Die letzten 52 Jahre haben gezeigt: Diese Diskussion zwischen
Wissen und Glauben wird keinen Sieger hervorbringen.
Und man wird sich auch in Zukunft gegenseitig nicht
überzeugen können, da Gott sich weder beweisen noch
leugnen lässt – jedenfalls nicht mit den Mitteln unseres
Verstandes. Christen sollten darum aufhören, Angst vor
wissenschaftlichen Erkenntnissen zu haben – als könnte
man uns damit Glaube, Liebe und Hoffnung nehmen. Und
die Wissenschaft sollte Respekt vor dem haben, das größer
ist als all unser Verstehen.
Ich finde es übrigens bemerkenswert, dass viele Astronauten,
die Juri Gagarin folgten, davon erzählt haben, dass
der Blick auf unsere Erde ihnen ganz neu Ehrfurcht vor
der wunderbaren Natur eingeflößt hat. Und viele haben
staunend festgestellt: Was für ein großartiger Gott muss
das sein, der so etwas Schönes geschaffen hat. Und letztlich
heißt die Aufgabe für uns alle: Beschützt und bewahrt unseren
Planeten Erde.